„Wir erweitern den Wettbewerbsvorsprung von Unternehmen“

Im Interview mit der Campaigning Academy Berlin spricht Mirko Bendig, Mitgründer des Crowdsourcing-Portals Phantominds, über die Idee hinter dem Projekt und erklärt, warum Crowdsourcing gerade für etablierte Unternehmen einen Innovationsschub leisten kann. Außerdem gibt er interessante Einblicke in die Zusammensetzung der Kreativ-Community auf Phantominds.

Volker Gaßner: Was war die ausschlaggebende Idee zum neu gestarteten Projekt Phantominds?

Mirko Bendig: Mein Mitgründer Alex und ich haben schon länger den Traum gehegt, etwas Eigenes aufzubauen und groß zu machen. Wir waren nicht wirklich auf der Suche nach einer Gründungsidee, es war aber auch nicht die erste Idee, die wir gemeinsam diskutiert haben. Inhaltlich ist die Idee aus einem Beratungsprojekt in 2012/2013 entstanden, bei dem am Rande auch Crowdsourcing-Phänomene untersucht wurden. Auf dieser Basis drängte sich dann die Frage auf, ob sich die Innovations- und Produktentwicklungs-Workshops, die wir schon für Kunden gemacht haben, nicht auch virtuell mit einer größeren Masse an Menschen machen und somit bessere Lösungen für die Unternehmen entwickeln lassen. Gerade Lösungen für digitale Geschäftsmodelle für Unternehmen haben uns gereizt via einer Community zu entwickeln.

Hinzu kam, dass sich bei uns der Eindruck verfestigt hatte, dass wir nicht immer die besten Lösungen für die Unternehmen entwickelt haben. Oftmals war es eine Lösung, die wir schon in der Schublade hatten, bzw. eine Lösung, die zwar in der Marktforschung bestätigt wurde, aber trotzdem nicht von den Endkunden unserer Kunden genutzt wurde. Das war der Antrieb zu schauen, wie können wir die Endkunden von Beginn an in die Entwicklung von Lösungen und Innovationen einbinden, um Angebote zu entwickeln, die die Endkunden auch haben wollen und im Endeffekt auch kaufen. Da bot sich eine Online-Community bzw. ein Crowdsourcing-Angebot an, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

 

Volker Gaßner: Welche Ziele haben Sie sich für das erste Jahr gesetzt? Wann ist das Projekt für Sie erfolgreich?

Mirko Bendig: Wir haben unterschiedliche Ziele für unser erstes Jahr. Wir wollen eine schlagkräftige Stammcommunity aufbauen, sowohl hinsichtlich einer Vielfalt an unterschiedlichen Perspektiven und Expertisen als auch in Bezug auf Quantität. Dafür wollen wir unserer Community attraktive Projekte von namhaften Unternehmen bieten.

Zusätzlich arbeiten wir an einer Produkterweiterung. Wir entwickeln Screeningtool für die automatisierte Suche von Experten für unsere Projekte im Netz. Diese Erweiterung wollen wir dieses Jahr noch auf dem Markt pilotieren und einführen.

 

Volker Gaßner: Wie setzt sich Ihre Community zusammen? Gibt es schon einen festen Stamm von Designern und Entwicklern?

Mirko Bendig: Aktuell haben wir bereits 2.500 registrierte Mitglieder über ein Pilotprojekt und eine Medienkooperation mit dem Magazin StartingUp eingesammelt. Seit den aktuellen Projekten ist die Zahl der Mitglieder steigend. Das aktuelle Durchschnittsalter in unserer Community liegt bei 39 Jahren, wobei die am stärksten vertretene Altersgruppe mit 62,5% die Gruppe der 26 bis 35 Jährigen ist. Wir konnten für unsere beiden ersten Projekte in diesem Jahr viele Teilnehmer aus unserem Pilotprojekt in 2014 und der Medienkooperation motivieren wieder mitzumachen. Von einem festen Stamm können wir noch nicht sprechen. Aber das ist auf jeden Fall ein wichtiges Ziel für uns in diesem Jahr.

 

Volker Gaßner: Für die erste Challenge konnten Sie „Robinson Club“ gewinnen. Mit wie vielen Ideen rechnen Sie? Wann lohnt sich das Projekt für Robinson?

Mirko Bendig: Wir rechnen mit mindestens 50 Ideen. Bereits an Tag 1 gab es 5 Ideen. Nach einer Woche liegen wir bereits bei 30 Ideen. Zahlen sind für uns aber nicht so ausschlaggebend. Erfolgreich ist für uns und unserem Auftraggeber das Projekt nicht, wenn besonders viele Ideen eingereicht wurden, sondern wenn die Ideen umsetzbar sind und das Unternehmen vorwärts bringen und für die Zukunft gut aufstellen. Eine hohe Qualität der Ideen ist wichtiger als die reine Quantität. Das ist unser Anspruch. Klick um zu Tweeten

 

Volker Gaßner: Wann empfiehlt es sich für eine Firma ein Projekt bei Phantominds zu initiieren? Welche Voraussetzungen sind nötig, um einen solchen Prozess für eine Firma erfolgreich zu
gestalten?

Mirko Bendig: Es empfiehlt sich ein Projekt bei uns zu initiieren, wenn Firmen auf der Suche nach Innovationen oder frische Impulsen sind. Oft bleibt im operativen Tagesgeschäft keine Zeit um sich um Innovationen, Veränderungen auf den jeweiligen Märkten oder um Herausforderungen durch den digitalen Wandel und durch neue Wettbewerber zu kümmern. Oder die Unternehmen, die an uns herantreten, suchen Produkt-, Dienstleistungs- oder Geschäftsmodellinnovationen. Oder sie haben bereits eine Idee im Kopf oder über ein Ideenmanagement-Tool generiert, brauchen jetzt aber zusätzlichen Input von außen, um die Idee zu einer umsetzbaren Lösung weiterzuentwickeln.

Mit unserem Angebot wollen wir Firmen durch Innovationen für neue Produkte, Services und Geschäftsmodellinnovationen fit und zukunftsfähig machen. Wir erhalten dadurch und erweitern den Wettbewerbsvorsprung der Unternehmen. Klick um zu Tweeten

 

Volker Gaßner: In den letzten Jahren ist Crowdsourcing vermehrt in die Kritik geraten, der Vorwurf Ausbeutung wird immer öfter erhoben. Wie gehen Sie mit dieser Kritik um?

Mirko Bendig: Diesem Vorwurf mussten wir uns als neuer Anbieter bisher noch nicht stellen. Wer auf unserer Plattform mitmacht, kennt vorher die Rahmenbedingungen und die Spielregeln. Diese machen wir absolut transparent. Dadurch weiß jeder, worauf er sich einlässt und kann entscheiden, ob er oder sie mitmachen oder nicht.

Unser Ziel ist es, zu dem Thema mit unserer Community in den aktiven Dialog zu treten. Wir wollen weitere Tests, auch in Kooperation und in Begleitung von wissenschaftlichen Einrichtungen durchführen, um den Wünschen und Anforderungen unserer Community gerecht zu werden und eine faire Umgebung zu bieten.

 

„Um erfolgreich zu sein, braucht es keine hohe Anzahl von Menschen, sondern eine Gruppe sehr aktiver Unterstützer“, sagt Jeannette Gusko von change.org

Im Interview mit der Campaigning Academy spricht Jeannette Gusko, Leiterin für Kommunikations bei der weltgrößten Kampagnenplattform change.org, über den Mehrwert von Online-Petitionen und erklärt, welche Geschichte hinter einer Petition sie am meisten berührt hat. Außerdem gibt sie fünf wertvolle Tipps für erfolgreiche und wirkungsvolle Online-Petitionen.

Volker Gaßner: Change.org ist, nach eigenen Angaben, die größte Kampagnenplattform der Welt. Auch in Deutschland ist Change in den letzten Jahren sehr aktiv geworden. Wofür steht Change.org genau und wer sollte die Plattform nutzen?
Jeannette Gusko: Wir sind eine offene Plattform und ermöglichen es so jedem Menschen weltweit, sich gemeinsam mit Anderen für die Anliegen einzusetzen, die ihm wichtig sind. Konkret starten Menschen Online-Petitionen und mobilisieren Unterstützer, machen Medien auf ihre Kampagne aufmerksam und gehen mit ihrer Idee auf Entscheidungsträger zu. Insgesamt sind 95 Millionen Menschen weltweit aktiv. So hat Anne Katrin Frihs aus Berlin die Verkehrsbehörde ihres Bezirks überzeugt, einen Zebrastreifen vor der KiTa ihrer Tochter einzurichten. In Großbritannien erreichte die 17-jährige Fahma Mohamed gemeinsam mit über 230.000 Menschen, dass der Bildungsminister eine Aufklärungskampagne über weibliche Genitalverstümmelung an allen britischen Schulen in Auftrag gab. So vielfältig wie die Themen und Interessen der Menschen, so breit gestreut sind auch die Kampagnen auf unserer Seite – derzeit werden 25.000 Petitionen jeden Monat gestartet, 400 monatlich in Deutschland.

Volker Gaßner: Große und kleine NGOs in Deutschland arbeiten doch schon seit Jahren mit Newslettern, Unterschriftenaktionen und Petitionen, was ist für Organisationen der Mehrwert einer Petition auf Change?
Jeannette Gusko: Organisationen können maßgeschneiderte gesponserte Online-Kampagnen auf Change.org starten – ihnen steht dann die gesamte Technologie zur Verfügung, auch für globale Kampagnen mehrerer Landesbüros. Welche Ziele die Kampagne verfolgt, legt jede Organisation selbst fest – je nachdem, wo sie gerade steht. Es ist z.B. möglich, mit neuen Interessierten zusammenzukommen, die künftig Freiwillige oder Spender werden könnten. Es bietet sich aber auch an, sogenannte “Pledges” (öffentliche Versprechen) im Rahmen einer Kampagne zu schalten oder Spendenaufrufe zu starten. Ein aktuelles Beispiel ist Oxfam, die nach dem Erdbeben in Nepal eine Eil-Spendenkampagne gestartet haben – sie haben den Vorteil, über Change.org in kürzester Zeit auf engagierte Menschen zu treffen. Foodwatch kann mithilfe seiner gesponserten Petition gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel in Europa Interessierte zum weiterführenden Newsletter einladen. All dies geschieht immer mit Zustimmung der Nutzer jeweils pro Organisation. Langfristig können wir so das zivilgesellschaftliche Engagement insgesamt stärken und NGOs beratend unterstützen, sich im digitalen Campaigning und Fundraising zu etablieren.

Volker Gaßner: Weltweit gibt es eine wahre Flut an Petitionen und Unterschriftenaktionen. Besteht nicht die große Gefahr, dass sich dieses Tool irgendwann einmal abnutzt?
Jeannette Gusko: Das Tolle daran eine offene Plattform zu sein, ist ja gerade, dass wir eine riesige Bandbreite von Themen aus allen Lebenslagen von Menschen auf Change.org sehen. Gerade Parteien und NGOs, aber auch Unternehmen treibt die Frage um, wie sie mehr Partizipation erzeugen können. Immer mehr Menschen finden das Instrument der Online-Petition offenbar so eingängig, einfach und effektiv, dass sie es nutzen. Auch die Zahl der angemeldeten Demonstrationen hat sich seit 2007 in Deutschland verfünffacht. Klick um zu Tweeten Beide Formen des Engagements sind Wesenszug eines Kulturwandels und zeigen den Wunsch vieler, sich stärker an Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, zu beteiligen. Hierin liegt eine echte Chance für Entscheidungsträger, in den Dialog zu treten und gemeinsam bessere Lösungen zu finden.

Volker Gaßner: Du sagst, dass rund aller Nutzerinnen und Nutzer von Change.org bereits mindestens an einer erfolgreichen Petition beteiligt waren. Wie definiert und messt ihr den Erfolg einer Petition?
Jeannette Gusko: Kampagnen auf Change.org können überall auf der Welt von Menschen gestartet werden. Klick um zu Tweeten Die Petitionsstarter entscheiden, ob sie ihr Ziel, mit dem sie angetreten sind, erreicht haben. Wir ermutigen sie dann, diesen Erfolg im Anschluss mit allen Unterstützern per E-Mail zu teilen. Unsere wichtigste Kennzahl, die wir als Sozialunternehmen messen, ist die Anzahl derjenigen Menschen, die an mindestens einem Erfolg beteiligt waren, also eine erfolgreiche Petition auf Change.org gestartet oder gezeichnet haben. Auf über ein Drittel aller deutschen Nutzer trifft das zu. Weltweit waren über 37 Millionen Menschen an einer erfolgreichen Petition beteiligt. Global ist jede Stunde eine Change.org-Petition erfolgreich, in Deutschland alle vier Tage.

Volker Gaßner: Was war eure erfolgreichste Petition und welche Geschichte steckt dahinter? Welche Geschichte hat dich am meisten berührt?
Jeannette Gusko: Die erfolgreichsten Petitionen auf Change.org in Deutschland sind sicherlich die Elternproteste für Hebammen seit 2013. Eine Gruppe engagierter Eltern, angeführt von den beiden Müttern Anke Bastrop und Bianca Kasting haben eine Bürgerbewegung von über einer halben Million Menschen mobilisiert. Anke Bastrop hat am Abend der Bundestagswahl 2013 beschlossen, dass die Sicherung des Hebammenwesens im Koalitionsvertrag verankert werden müsste. Deshalb startete sie eine Petition auf Change.org an die beiden Verhandlungsführer der Gruppe Gesundheit von SPD und CDU. Sie übergab 80.000 Unterschriften an Karl Lauterbach (SPD) und überzeugte kurz vor Ende der Gespräche mit der Unterstützung ihrer Zeichner auch Jens Spahn, CDU. Danach übernahm eine Zeichnerin die Kampagnenführung: Bianca Kasting mobilisierte über 430.000 Menschen, für die Hebammen zu unterzeichnen und darüber hinaus aktiv zu werden: Demonstrationen in allen deutschen Großstädten, lokale Mahnwachen und Sit-Ins, Crowdfunding, Protest-Fahrradtour und zwei Treffen mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Die Eltern haben teils bis zum Ende ihrer Kräfte gekämpft und einige Verbesserungen für Hebammen erreicht. Ich habe großen Respekt vor denjenigen, die den Mut haben für ihre Ziele öffentlich einzustehen und dafür Risiken einzugehen.
Mich persönlich bewegen Kampagnen für wirtschaftliche Gerechtigkeit sehr. Der Hamburger Flughafen hat vor kurzem 97 Anzeigen gegen Flaschensammler zurückgezogen, nachdem innerhalb von vier Tagen über 50.000 Menschen eine Petition eines Mitarbeiter der Hamburger Obdachlosenzeitung „Hinz und Kunzt” unterschrieben haben. Erst twitterte das Management „Wir haben verstanden.”, danach wurde bei einem Runden Tisch eine Lösung gefunden. Es mag ein kleiner Schritt gewesen sein, aber er gab Menschen, die es eh schon schwer haben im Leben, ein Stück ihrer Würde zurück.

Volker Gaßner: Kannst du uns fünf Tipps geben, was es braucht eine erfolgreiche Petition zu starten?

Jeannette Gusko:

Die eigene Geschichte teilen: Ein persönlicher Bezug zur Forderung motiviert Menschen, eine Kampagne zu unterstützen.

Bilder und Videos einbinden: Unsere Zahlen zeigen, dass Fotos und Videos die Wahrscheinlichkeit eines Erfolges um das siebenfache erhöhen.

Den richtigen Entscheidungsträger finden: Wer trifft wirklich die Entscheidung bei meinem Anliegen? Wie kann ich an diese Person herantreten?

Die ersten Unterstützer nutzen: Familie, Freunde, Kollegen und Aktive tragen die Kampagne weiter und sind ihre stärksten Fürsprecher. Um erfolgreich zu sein, braucht es keine hohe Anzahl von Menschen, sondern eine Gruppe sehr aktiver Unterstützer. 40% aller Kampagnen auf Change.org gewinnen mit weniger als 200 Zeichnern. Klick um zu Tweeten

Klare Forderung, lokaler Bezug: Gerade Einzelpersonen können Veränderungen dann anstoßen, wenn sie konkrete, mögliche Forderungen stellen, die auch erfüllt werden können. So verändern sie die Welt Schritt für Schritt und inspirieren andere, es ihnen gleich zu tun.

Campaigning Weekly – Was die Campaigning Academy diese Woche gelesen hat

Diese Woche war in der Welt der Kampagnen wieder einiges los. Hier ein Auszug der interessantesten Artikel rund ums Campaigning, Fundraising, Social Media, Monitoring und Politische Kommunikation, die wir gelesen haben:
The Fundraising Inequality: Can Hillary Clinton Save Democratic State Parties?

Großbritannien vor der Wahl

40 Content Marketing Tools für NGOs

Daniel Goliasch im Video-Interview zur #IamNature-Kampagne des WWF

Interview with fundraising legend Jerold Panas

Sieben Tipps für besseres Instagram Community Building

Community Management auf Facebook: Ironie, Sarkasmus & Witz, oder am Ziel vorbei?

Crowdfunding for fundraisers

Nepal in Trümmern: So helfen die erdbebengeplagten Menschen in Japan

How to Use Advanced Facebook Ad Targeting

Paid Influencers vs. Authenticity, Facebook/Twitter Changes and More

Welche Artikel und Trends haben wir übersehen? Schicken Sie uns eine Email mit Tipps und Feedback an info@campaigning-academy.com oder kommentieren Sie auf Facebook oder Twitter.

Keine Updates verpassen! Tragen Sie sich für unsern Campaigning-Newsletter ein

Sie interessieren sich für Online Campaigning?

Dann informieren Sie sich hier über unser Seminar „Online Marketing, Fundraising und Social Media für NGOs“ am 29. und 30. Mai in Berlin. Dort lernen Sie eine Fülle von Tools kennen, die Ihre Kommunikation effizienter und zielgenauer machen. Mehr unter www.campaigning-academy.com/seminare

40 Content Marketing Tools für NGOs

Digitale Kanäle werden immer wichtiger, um im Wettbewerb um Aufmerksamkeit zu bestehen und die eigenen Botschaften bei der Zielgruppe zu platzieren und neue Unterstützer zu gewinnen. Gleichzeitig verschlingt die Arbeit in vielen verschiedenen Social Media Kanälen enorm viel Ressourcen. Höchster Zeit, sich die Arbeit ein wenig zu erleichtern und auf Tools zurückzugreifen, die Ihnen unter die Arme greifen. Wir stellen Ihnen 40 Power-Tools vor, die Ihnen helfen, Ihre Social Media Accounts zu managen und zu analysieren, die einfaches A-/B-Testing möglich machen, die Ihnen bei der Erstellung von Inhalten helfen und die diese an ihre Zielgruppe verteilen.

Social Media Tools:

Wer Social Media nutzt, sollte auch wissen, wie man es effektiv im Unternehmen eingliedern & nutzen kann. Abhilfe schaffen dabei die Social Media Tools. Die Content Marketing Tools haben teilweise leicht unterschiedliche Aufgabengebiete, decken jedoch die wichtigsten Kanäle wie zum Beispiel Twitter & Facebook in der Regel komplett ab.

Buffer
HootSuite
Klout
SproutSocial
BuzzStream
BuzzSumo
Komfo
Manage Filter
SocialOomph
Attentively
WeFollow
Tweepi

Social Media Monitoring & Research Tools:

Funktioniert der Post mit der emotionalen Überschrift besser oder der mit der faktischen? War meine Kampagne erfolgreich? Habe ich meine Zielgruppe erreicht? Solche Fragen werden oft nach Bauchgefühl beantwortet. Dabei gibt es längst eine Fülle von Content Marketing Helfern, die Ihnen auf Datenbasis genau anzeigen, welche Tweets, Posts oder Mails bei ihren Unterstützern ankommen und welche nicht. Wir haben die wichtigsten Tools aufgelistet, die ihnen bei der Analyse und beim Monitoring ihrer Social Media Kommunikation helfen.

Google Alerts
Talkwalker Alerts
Mention
Twitonomy
Tagboard
Nuzzel
Twitalyzer
SumAll
Scoop.it

Tools zur Content Creation:

Sie führen Interviews, recherchieren, beobachten und schreiben, damit am Ende ein toller Text entsteht, der ihren Unterstützern einen Mehrwert, einen spannenden Einblick in ein Thema bietet. Um ihren Content noch wirkungsvoller zu präsentieren, gibt es einige Content Marketing Tools, mit denen sie etwa in Kürze ansprechende Bilder oder Infografiken erstellen können oder ihren Content in eine multimediale Story mit Videos, Bildern und Musik verwandeln können. Diese Tools empfehlen wir ihnen wärmstens:

Flipagram
Placeit
Buffer Pablo
Canva
Storehouse
Quickmaps
Tableau

Content Distribution & Newsletter

Content is King. Doch damit die guten Inhalte auch bei der entsprechenden Zielgruppe landen, gelesen und geteilt werden, braucht es Tools, die darauf optimiert sind, die Nutzer zu Engagement zu bewegen. Gerade für Newsletter und LandingPages ist eine Optimierung auf die Nutzerbedürfnisse entscheidend, um exzellente Klick- und Sharing-Raten zu erzielen. Hier unsere Tooltipps:

MailChimp
CleverReach
LeadPages
Unbounce
ClickToTweet

A-/-B-Testing Tools

Generiert ein blauer oder ein roter „Jetzt unterstützen“-Button mehr Spenden? Ist der Schriftzug überhaupt richtig? Mit A-/B-Testing-Tools können sie ganz einfach Veränderungen auf ihrer Website ausführen, testen und sich anschließend für die effizientere Variante entscheiden – ganz ohne Programmierkenntnisse. Wir haben die besten Testing-Tools für sie aufgelistet.

CrazyEgg
Thumbtack
Optimizely
mystatscalc
Visual Website Optimizer
Google Website Optimizer

 

Sie haben weitere Content Marketing Tooltipps, die Sie der Community nicht vorenthalten wollen, oder möchten, dass wir uns ein spezielles Tool mal genauer anschauen? Dann senden Sie uns gerne eine Mail und wir leiten die Tools in einem der nächsten Posts weiter.

Daniel Goliasch im Video-Interview zur #IamNature-Kampagne des WWF

Im Interview mit der Campaigning Academy Berlin spricht Daniel Goliasch, Architekt der #IamNature Kampagne des WWF, über die Konzeption und Zielgruppe der Kampagne, die Bedeutung von Paid Advertisement und Gamification und er gibt wertvolle Tipps und Lessons Learned preis, die für jeden Campaigner wichtig sind. Wir hatten die Chance, Daniel Goliasch 10 Fragen zur aktuellen Kampagne des WWF zu stellen – seine Antworten gibt es unten im Video.

 

Was sind die wichtigsten Punkte der Kampagne #IamNature? Was macht diese Kampagne aus?

Man darf sich ruhig trauen, Paid Advertising für die Kampagne zu nutzen, sagt @DanielGoliasch Klick um zu Tweeten

Wie geht man beim Launch einer Kampagne vor?

WWF Twitter

Allein über Twitter erreicht der WWF über 100.000 Follower.

Wie definiert man die Zielgruppe einer Kampagne? Richtet sich die Kampagne an die bestehende Zielgruppe oder geht es darum, neue Leute zu erreichen?

WhatsApp wird als Kampagneninstrument immer interessanter, sagt @DanielGoliasch Klick um zu Tweeten

Wie funktioniert Paid Advertising? Schließt man die eigenen Fans bei Facebook-Anzeigen mit ein? Wie sieht erfolgreiches Targeting von Facebook-Anzeigen aus?

Paid Ads kosteten zunächst 32€/Lead, nach Optimierung wurde es günstiger, sagt @Daniel Goliasch Klick um zu Tweeten
WWF FB Anzeige

Kampagnenmotiv der #IamNature Kampagne des WWF auf Facebook.

WWF FB Anzeige II

Auch die Facebook-Anzeigen des WWF wurden kontinuierlich auf Bildsprache und Message hin getestet.

 

Wie wichtig sind A-/B-Tests für die Entwicklung von Motive, insbesondere beim Paid Advertisement? Was sollte man alles testen? Motive? Betreffzeilen?

Welche KPIs und Benchmarks werden im Performance Marketing gemessen?

Der WWF nutzte Gamification, um neue Unterstützer spielerisch mit dem Kampagnenziel vertraut zu machen.

Welche Rolle spielt Gamification? Und vor allem: nutzen die Leute das?

 

Nach dem Spiel haben die User die Möglichkeit, ihre Ergebnisse über Social Media mit Ihren Freunden zu teilen.

Lessons Learned: Was können andere Campaigner von der #IamNature-Kampagne lernen? Welche 3 Dinge sollte jeder Campaigner in der Konstruktionsphase, aber auch im Management einer Kampagne beachten?

Der E-Mail-Verteiler bleibt das wichtigste Kampagnentool – nirgendwo werden höhere Conversion-Rates erzielt.

E-Mail-Kampagnen haben nach wie vor die besten Conversion-Rates, sagt @DanielGoliasch vom… Klick um zu Tweeten

Welche Kanäle werden in Zukunft für digitale Kampagnen besonders wichtig?

WWF Pinterest

Pinterest gewinnt für die Kampagnenkommunikation zunehmend an Bedeutung.

WWF Instagram

Auch Instagram wird für effektive Kampagnen immer wichtiger. Bei beiden Kanälen muss jedoch auf eine kanalspezifische Ansprache geachtet werden.

 

Welches Tool erleichtert den Kampagnenalltag?